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Tipps und Anleitungen für Covernähte, z.B. Sweatshirt nähen und Kissen mit Ziernähten

October 24, 2019


Hallo liebe Nähfreunde, ihr liebt es, so
wie ich, mit Jersey-Stoffen zu Nähen und euch tolle Klamotten daraus zu kreieren? Ihr verwendet dafür vielleicht sogar schon
eure Overlock-Maschine und schätzt es, wie sehr das Nähen von elastischen Stoffen damit
flutscht? Dann erfahrt ihr jetzt in diesem Video, wie
ihr auf das nächste Nählevel aufsteigen und noch mehr Spaß beim Jersey nähen haben
könnt. Heute möchte ich euch nämlich die Funktionen
einer Coverlock Maschine näher vorstellen und euch zeigen, was ihr mit dieser speziellen
Nähmaschine, neben klassischen Saumnähten noch so alles anstellen könnt. Und warum sich die Anschaffung für Jersey
Nähsüchtige auf alle Fälle lohnt. Zunächst erkläre ich euch die Unterschiede
zwischen einer Overlock- und einer Coverlock-Maschine. Dann zeige ich euch wofür ihr Covernähte
überall einsetzen könnt und worauf ihr beim Nähen achten solltet. Ihr erfahrt, wofür ein sogenannter Doppelschrägbandbinder
gut ist und wie ihr mit einem Kettenstich tolle Ziernähte zaubern könnt. Schauen wir uns also zuerst die Unterschiede
zwischen einer Overlock- und einer Coverlock-Maschine an. Und zwar an diesen beiden Modellen von Juki. Die Coverlock werde ich dann später auch
verwenden, um euch die Anwendungsbeispiele zu zeigen. Der englische Begriff Overlock, steht dafür,
dass die Stoffkante von der Naht umschlossen wird. Mit Overlock-Nähten werden in erster Linie
Stofflagen miteinander verbunden. Wir können mit einer oder mit zwei Nadeln
arbeiten, sowie mit einem oder mit zwei Greifern. Einem Ober- und einem Untergreifer. Das besondere beim Nähen ist noch, dass zuvor
die Stoffkante von einem Messer sauber beschnitten wird. Der englische Begriff Coverlock, steht wiederum
dafür, dass der Stoff von der Naht überdeckt wird, wie ihr es hier auf der Rückseite sehen
könnt. Wir können mit einer, 2 oder 3 Nadeln nähen
und es gibt nur einen Greifer. Die Naht kann entweder an einer Stoffkante
entlang verlaufen, oder auch mitten auf dem Stoff. Ein Messer gibt es bei dieser Maschine nicht. Je nachdem wir viele Nadeln wird eingesetzt
haben, können wir entweder eine 3fach-Covernaht, mit 2 Nadeln entweder eine breite oder eine
schmale Covernaht, sowie mit einer einzelnen Nadel einen Kettenstich nähen. Am Beispiel eines Sweatshirts zeige ich euch
nun, wie der Saum mit einer Covernaht genäht wird. Das Sweatshirt habe ich mit unserem Schnittmuster
Amy genäht. Dieses erhaltet ihr Gratis, wenn ihr unseren
Newsletter abonniert. Alle Infos dazu findet ihr hier. Für den Saum habe ich bereits die Stoffkante
2cm auf die linke Stoffseite umgebügelt und von außen rundherum mit Nadeln festgesteckt. An meiner Coverlock habe ich jetzt die beiden
äußeren Nadeln eingesetzt, damit ich eine Breite Covernaht erhalte. Optional ist hier diese Stoffführung, diese
habe ich so eingestellt, dass die Stoffkante an der Rückseite, von der Naht überdeckt
wird. Ich beginne nun am Rückenteil einige Zentimeter
vor der Seitennaht. Kurz bevor ich am Nahtanfang wieder angekommen
bin, schneide ich die Fäden ab. Dann übernähe ich die Naht 4-5cm, stoppe
die Maschine und drehe das Handrad in meine Richtung, so dass die Nadeln in der höchsten
Position sind, nun hebe ich das Nähfüßchen und ziehe mit einem flachen Gegenstand, z.B.
mit diesem Schraubenzieher, die Fäden zu mir heraus. Ich schneide die Fäden durch und ziehe den
Stoff nach hinten heraus. So sieht die fertige Saumnaht von außen und
innen aus, die Fäden die ich am Ende heraus gezogen habe sind nun auf der Rückseite sauber
verknotet und ich kann sie einfach abschneiden. Mit dieser Technik und mit dem übernähen
des Nahtanfangs, sorgen wir dafür, dass sich die Covernaht nicht von alleine auftrennt. Denn das, passiert ja bei diesen Nähten sehr
gerne und auf diese Weise können wir das verhindern. Als nächstes zeige ich euch, wie ihr die
Rückseite der Covernaht als Ziernaht einsetzten könnt, um somit zum Beispiel wie hier am
Shirt, den Ärmelnähten einen sportlichen Look zu verleihen. Dafür habe ich hier bereits etwas vorbereitet
und zwar den Ärmel mit der Overlock an das Rückenteil genäht und die Nahtzugabe auf
der Rückseite zur Seite gebügelt. Für diese Naht habe ich jetzt alle 3 Nadeln
eingesetzt. Um den Nahtbeginn zu sichern, nähe ich die
ersten Stiche auf einem kleinen Stück Stoff. Erst dann schiebe ich das eigentliche Teil
hinterher, wobei die linke Stoffseite oben liegt und ich nähe nun genau mittig auf der
Nahtzugabe. Und so sieht die fertige, coole Neon Naht
jetzt aus. Um auch hier wieder den Nahtbeginn zu sichern,
habe ich bereits hier mit der Nähmaschine ein paar Stiche vor und zurück genäht und
kann jetzt das kleine Stoffstück hier abschneiden. Mit so einer umgedrehten Covernaht lassen
sich zum Beispiel hier auch bei dieser Känguru-Tasche die Eingriffe sportlich betonen. Eine andere, richtig tolle Sache, die ihr
mit eurer Coverlock und dem richtigen Zubehör machen könnt, ist es Stoffkanten schön sauber
mit einem Stoffstreifen einzufassen. Mit dieser Technik könnt ihr beispielsweise,
tolle Tops und Unterwäsche für euch und eure Kinder nähen. Dafür benötigen wir einen sogenannten Einzelschrägfaltbinder
oder einen Doppelschrägfaltbinder. Beim Einzelschrägfaltbinder wird nur die
obere Hälfte des Stoffstreifens eingeschlagen, sodass die Kante schön flach bleibt. Die untere Hälfte bleibt offen. Beim Doppelschrägfaltbinder werden beide
Hälften des Stoffstreifens oben und unten jeweils eingeschlagen. Die Einfasser gibt es für verschiedene Streifenbreiten. Schneidet die Stoffstreifen anhand der Angaben,
am besten mit einem Rollschneider auf einer Schneidematte zu. Und zwar quer zum Fadenlauf, damit die Streifen
schön dehnbar sind und sich an Rundungen anpassen. Ich zeige euch nun, am Beispiel eines Tanktops,
wie das Armloch mit dem Doppelschrägfaltbinder eingefasst wird. Dieses hier habe ich nach unserem Schnittmuster
Kate genäht. Ich habe jetzt 2 Nadeln für eine schmale
Covernaht eingesetzt und hier die Stoffführung angeschraubt. Den Stoffstreifen habe ich so eingefädelt,
dass die linke Stoffseite zu mir schaut. Zudem habe ich jetzt einige Stiche vorgenäht,
sodass die Naht jetzt optimal auf dem gefalteten Streifen platziert ist. Mit der rechten Hand halte ich jetzt ganz
locker den Stoffstreifen und mit der linken führe ich das Top, wobei die rechte Stoffseite
hier oben ist. Und so sieht jetzt das fertige Tanktop mit
eingefassten Ausschnitt und Armlöchern aus. Zu guter Letzt zeige ich euch noch eine dekorative
Ziernaht, die ihr mit eurer Coverlock und Effektgarn nähen könnt. Dieser Effekt wird von Verlaufsgarn erzeugt. Hier seht ihr nochmal die gleich Naht, jedoch
mit einer anderen Optik. Dafür wurde Metallik Garn verwendet und auf
Kunstleder genäht. Für diese Ziernaht wird der Effektgarn als
Greiferfaden eingefädelt. Der Nadelfaden ist ein ganz normales Garn. Dazu habe ich noch für mein gewünschtes
Design, zuvor auf die linke Stoffseite ein paar Linien angezeichnet. Und diese werde ich jetzt einfach nachnähen. Der Kettenstich wird mit nur einer Nadel genäht
und hier habe ich noch einen entsprechenden Kettenstich-Nähfuß eingesetzt. Und so sieht jetzt das fertig dekorierte Stoffstück
aus, daraus können wir jetzt wunderbar ein schönes Kissen oder auch eine Tasche nähen. So, jetzt habe ich euch jede Menge Tipps und
Ideen mitgegeben, was ihr mit einer Coverlock-Maschine so alles anstellen könnt. Ich selber möchte sie für Säume an T-Shirts
und an meinen Jersey-Nähstücken nicht mehr missen. Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren
und die passenden Schnittmuster und Nähideen findet ihr natürlich hier in meinem Kanal. Ich würd mich riesig freuen wenn ihr ihn
abonniert und mir einen Daumen-hoch da lasst. Tschüss, bis zum nächsten Mal!

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